Behandlungsschwerpunkte

  • Ängste
  • Depressionen
  • Arbeits- und Beziehungsprobleme
  • Belastungs- und Anpassungsstörungen
  • Selbstwertkrisen
  • Entwicklungs-, Laufbahn- und Lebenskrisen
  • Psychische Auswirkungen körperlicher Krankheiten, Altersprobleme

Bei einem Großteil aller psychischen Störungen handelt es sich um „Werdensstörungen“.
Meistens liegen ungelöste Konflikte aus der Kindheit den aktuellen psychischen Problemen zu Grunde.

Angststörungen:

Sie leiden unter Herzrasen, Zittern, Schlafstörungen, Schwitzen, Luftnot, Harndrang, Magenbeschwerden oder Schwindelgefühlen? Die Symptome treten in Form von plötzlichen Attacken auf, oder bestehen über den ganzen Tag verteilt?
Dann können diese Symptome Ausdruck einer Angststörung sein.
Symbolische oder faktische Trennungssituationen werden heute als die Hauptauslöser für Angststörungen angesehen. Als Hintergrund findet sich regelmäßig, dass kein ausreichendes Selbstvertrauen aufgebaut werden konnte.
Das Selbstvertrauen muss selbst erst erworben werden. Selbstvertrauen muss wachsen, es ist kein unbewegliches System, sondern erprobt sich immer wieder in neuen Situationen.
Wichtig ist ebenfalls, ob sich das eigene individuelle Sicherheitssystem genügend ausbilden konnte. Gefühle sind entscheidende Wegweiser zur Weltbewältigung. Kann ich mich auf meine Gefühle verlassen, dann bewege ich mich sicherer. Vertraue ich ihnen, so festigt das mein Selbstvertrauen. Aber nicht nur die Wahrnehmung der eigenen Gefühle ist wichtig, auch die Fähigkeit, sie umzusetzen und sie angemessen ausdrücken zu können, ist entscheidend.
Dann steht mir mein emotionales Sicherheitssystem ausreichend zur Verfügung: Ich kann mich auf mich verlassen, ich kann mir Selbstschutz und Geborgenheit geben. Damit bin ich unabhängiger, ich verfüge über Selbstvertrauen und bin nicht mehr so existenziell angewiesen auf andere Menschen.
Viel hängt davon ab, wie wir mit der Angst umgehen und das bedeutet in letzter Konsequenz, dass es entscheidend ist, wie wir mit uns selbst umgehen.
Wenn wir unser emotionales Sicherheitssystem wiedererlangen, mit dem wir von Natur aus ausgestattet sind, und achtsam auf unsere Gefühle und Bedürfnisse hören, sie umsetzen und nicht gegen uns arbeiten, dann finden wir wieder heraus aus dem Labyrinth der Angst.
Von entscheidender Bedeutung ist hierbei die Bereitschaft, nicht vor der Angst zu kapitulieren, sowie die Fähigkeit, Angstgefühle aktiv zu dulden.

Depressive Störungen:

Sie fühlen sich matt, antriebslos, dem Leben ausgeliefert, ohne Perspektive? Sie haben wenig Appetit, Schlafstörungen, Schwierigkeiten, die eigenen Interessen durchzusetzen? Eventuell quälen Sie Schuldgefühle, Angst vor der Zukunft und Sie denken daran, sich etwas anzutun, oder Ihrem Leben ein Ende zu setzen?
Dann sind diese Symptome Hinweis auf eine Depression.
Den meisten depressiven Störungen liegen Behinderungen im Selbstwerterleben zugrunde.
Im Falle von Depressionen regelt der Minderwertigkeitskomplex über weite Strecken das seelische Erleben und wuchert im Erkrankungsfalle aus. In der Depression werden die natürlichen Wachstums- und Entfaltungstendenzen der Psyche in bestimmten Bereichen behindert – besonders bei der adäquaten Vertretung eigener Interessen.
So wird es in der Therapie für den depressiven Patienten darum gehen, sich mit den eigenen Schattenseiten, zu denen auch Fehlerwartungen gehören, zu konfrontieren, da die daraus erfolgenden Enttäuschungen und Verletzungen krankheitsfördernd sein können. Als Botschaft drückt die Depression aus, dass über bestimmte bisher eingenommene (illusionäre) Erwartungen und Lebenseinstellungen kein sinnerfülltes Leben zu erlangen ist.
Krisen stellen aber grundsätzlich Chancen zur Wandlung dar. Krise heißt immer, dass das Bisherige nicht weitergeht. Im Unbewussten liegen auch die Mittel bereit, die es braucht, um wieder herauszufinden aus der persönlichen Krise. Es sind die verborgenen und positiven Kräfte, die sich aufgrund einer einseitigen Lebenseinstellung bisher nicht entfalten konnten. Hier liegt eine Chance.
Selbsterkenntnis fordert einen verantwortungsvollen Umgang mit sich und das bedeutet, dass der in der Depression gefangene Patient es lernen muss, sich nicht nur mit den eigenen dunklen Seiten fruchtbar auseinanderzusetzen, sondern auch die eigenen positiven Seiten zu erkennen und gelten zu lassen, was ihm oftmals sehr schwer fällt.
Er hat sich nämlich insgeheim darauf eingestellt, dass Impulse für sein Wohlbefinden von anderen kommen müssen. Depression als Chance verstanden, fordert auf zum Loslassen von fixierten Wünschen und zur Umbesinnung.